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Die aktuellen Lesetipps der Buchhandlung Markus 

Hier trifft Tradition auf Moderne. Im Weberhaus in der Münsterstraße 9 ist die Buchhandlung Markus beheimatet. Elke Corsmeyer gründet ihr Unternehmen 1994. Das Fachwerkhaus aus dem Jahr 1649 wurde 2009 umfassend renoviert und verbindet im Inneren aktuelle und anspruchsvolle Literatur mit einem geschmackvollen und ausgesuchten Ambiente. An dieser Stelle finden Sie unsere monatlichen Lesetipps, die auch im Stadtmagazin Gütsel veröffentlicht werden!

 

Jean-Marie G. Le Clézio »Alma«

© Kiepenheuer & Witsch

In seinem neuen Roman erzählt Nobelpreisträger J.M.G. Le Clézio die Geschichte eines Wissenschaftlers, der nach Mauritius kommt, um nach Spuren des ausgestorbenen Dodos zu suchen und der stattdessen die Geschichte seiner Familie und seinen eigenen Platz in dieser Geschichte findet. Mauritius - eine Perle im Indischen Ozean. Als Jéremy Felsen dort ankommt, weiß er nur, dass seine Familie dort jahrhundertelang auf der Plantage Alma erst Tabak, dann Zuckerrohr angebaut hat. Doch all das ist lange her, die Plantage existiert nicht mehr. Die Moderne hat Einzug gehalten, mit Flugverkehr, Touristen, Supermärkten. Zwar findet Jéremy, der zuvor noch nie auf der Insel war, nicht das, was er eigentlich suchen wollte, nämlich Spuren des ausgestorbenen Vogels Dodo, dafür aber gibt es überall Spuren seiner Familie, auf die er in vielen Gesprächen mit Inselbewohnern und bei ausgedehnten Streifzügen stößt. Und es gibt Dominique - genannt Dodo - Felsen, der auf der Insel geboren wurde und der parallel zu Jéremy seine Geschichte erzählt. Eine Geschichte von Krankheit und Kolonialismus, aber auch von Neugier und Lebensfreude. Für Jéremy führt der Aufenthalt auf Mauritius zu der Erkenntnis, dass, auch wenn er nicht dort lebt, seine Herkunft immer ein Teil von ihm sein wird, dass er Alma und die Insel in seiner Seele und seinem Herzen trägt. Geschickt verwebt Le Clézio die Geschichten seiner beiden Figuren zu einem eindringlichen Roman über Kolonialismus und Moderne, über Natur und Kultur und zu einer Hommage an die Schönheit und Einzigartigkeit der Insel Mauritius.

Übersetzt von Uli Wittmann.

KiWi, 368 Seiten, 25 Euro

 

Nora Gantenbrink »Dad«

© Rowohlt"Dad" ist ein Roman über einen Hippie-Vater, aber auch eine Reise in das Deutschland der 60er, 70er, 80er, 90er und Nullerjahre, in die Maghreb-Staaten und in viele Winkel Asiens. Die Ehe der Eltern, den Vater, die Wurstwarendynastie, aus der er stammte - das alles gibt es nicht mehr. Geblieben sind Geschichten von Drogentrips. Oder wie "Dad" als Student angeschossen wurde. Von großen Abenteuern. Und dem einen, das kein happy end hat, der HIV-Infektion, die er von einer seiner Reisen mitgebracht hat. "Mein Vater ist seit zehn Jahren tot, als ich ein blassblaues Notizbuch nehme und DAD vorne drauf schreibe. Das ist der Anfang." Dies ist eine Geschichte über Freundschaft, Liebe, Sucht und Sehnsucht und über eine junge Frau, die versucht zu verzeihen.

Der erste Fall der neuen Krimireihe von Holger Karsten Schmidt besticht durch einen abgründigen Plot um ein schreckliches Verbrechen, dessen Spur tief in die deutsch-deutsche Geschichte reicht. Und durch die moralischen Abgründe eines sympathischen Ermittlerduos, das am Ende keineswegs mit reiner Weste dasteht.

Rowohlt Hundert Augen, 240 Seiten, 20 Euro

 

Patrick Quentin »Mord im Irrenhaus«

© Atrium VerlagNachdem der erfolgreiche junge Broadway-Produzent Peter Duluth seine Frau durch einen Hausbrand verloren hat, sucht er Trost im Alkohol und weist sich in die Nervenheilanstalt von Dr. Lenz ein. In dem Sanatorium geschehen schon bald unerklärliche Dinge: Eines Nachts vernimmt Peter eine Stimme, die einen Mord ankündigt. Verstört beginnt er, die anderen Patienten genauer unter die Lupe zu nehmen. Dabei trifft er immer wieder auf eine geheimnisvolle junge Dame, die kaum spricht, aber eine unglaubliche Anziehungskraft auf ihn ausübt.

Bevor Peter etwas in Erfahrung bringen kann, erfüllt sich die mysteriöse Prophezeiung: Ein Sanatoriumsmitarbeiter wird leblos in einer Zwangsjacke aufgefunden. Kurz darauf wird ein Patient während einer Filmvorführung erstochen. Zu Peters Entsetzen verdächtigt die Polizei jene junge Frau, an die er längst sein Herz verloren hat. Er will nun endlich die Wahrheit herausfinden und bringt sich damit in größte Gefahr, denn wieder vernimmt er eine Stimme: "Du bist der Nächste."

Übersetzt von Alfred Dunkel und Susann Rehlein.

Atrium Verlag, 272Seiten, 20 Euro

 

Patrik Svensson »Das Evangelium der Aale«

 © Kiepenheuer & WitschWer einen Menschen verstehen will, sollte seinen Hund kennen.Es gibt prominente Menschen, über die man alles zu wissen glaubt - doch das stimmt erst dann, wenn man auch die Geschichten über ihre Hunde kennt, die sie liebten und denen sie sich von einer anderen, bislang unbekannten Seite zeigen. "Schlafende Hunde" erzählt diese Geschichten. Von Winston Churchill, der zwar oft als bärbeißige Bulldogge karikiert wird - privat aber gern mit flauschigen Pudeln schmuste, die er der Einfachkeit halber durchnummerierte. Von Picasso, der über seinen geliebten Dackel Lump sagte, er sei weder Hund noch Mensch, sondern "wirklich jemand anderes". Von Sigmund Freud, der nicht nur die Psychoanalyse, sondern auch den Therapiehund erfand, und von Großmäzenin Peggy Guggenheim, die sich neben ihren 14 Schoßterriern begraben ließ. Im Leben der Prominenten, das so lückenlos ausgeleuchtet scheint, sind die Hunde, die sie begleiten, in der oberflächlichen Wahrnehmung oft nur niedliche Statisten und Foto-Requisiten. Tatsächlich spielen sie für ihre Besitzer meist nicht weniger als eine existenzielle Rolle: als Tröster der ewig Enttäuschten und als unblendbare, einzig ehrliche Gefährten in einer Welt voller Bücklinge. Bei ihren Recherchen für "Schlafende Hunde" las Anja Rützel die rührenden Vermissungsbriefe, die Richard Wagner aus dem Exil an Frau Minna schickte und in denen er sich mehr nach seinem Hund Peps als nach seiner Angetrauten sehnt. Sie suchte - und fand - das Grab von Susan, des ersten Corgis von Queen Elizabeth II., den sie damals sogar mit auf Hochzeitsreise nahm und von der alle über 30 Corgis abstammen, die die Queen in ihrem Leben besaß.

Kiepenheuer & Witsch, 272 Seiten, 20 Euro

 

Aja Gabel »Das Ensemble«

© PiperFreundschaft, Ehrgeiz, Hingabe - die Musik als große Metapher für unser Leben.

Droht das Leben, sie auseinanderzutreiben, hält die Musik sie zusammen. Denn sobald Jana, Brit, Henry und Daniel auf der Bühne stehen, zählt nur noch eins: Sie sind das Van-Ness-Quartett. Die vier Freunde bringen es vom Konservatorium bis in die Carnegie Hall, lieben und verlieren und finden sich, überwinden Missgunst und Streit und liegen nachts doch wieder wach, weil das nächste Konzert, der nächste Wettbewerb über ihr Leben entscheidet. Aber bald schon muss Henry, Bratschist und Wunderkind wider Willen, sich entscheiden: Soll er dem Drängen eines Gönners nachgeben und Solist werden? Einfühlsam und melodisch erzählt, vermittelt "Das Ensemble" seinen Lesern das Gefühl, ganz von Musik umgeben zu sein. Ein fulminantes Debüt und eine Autorin, die es zu entdecken gilt!

Übersetzt von Werner Löcher-Lawrence.

Piper, 400 Seiten, 24 Euro

 

Robert Seethaler »Ein ganzes Leben«

© DAVAls Andreas Egger in das Tal kommt, in dem er sein Leben verbringen wird, ist er vier Jahre alt, ungefähr - so genau weiß das keiner. Er schließt sich als junger Mann dem Arbeitstrupp an, der eine der ersten Bergbahnen baut und mit der Elektrizität auch das Licht und den Lärm in das Tal bringt. Dann kommt der Tag, an dem Egger zum ersten Mal vor Marie steht, der Liebe seines Lebens, die er jedoch wieder verlieren wird. Erst viele Jahre später, als Egger seinen letzten Weg antritt, ist sie noch einmal bei ihm. Und er, über den die Zeit längst hinweggegangen ist, blickt mit Staunen auf die Jahre, die hinter ihm liegen.

Hörspiel mit Peter Matic, Christoph Luser u.v.a.

DAV - Der AudioVerlag, 1 CD, 12 Euro

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