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»OHNE DRUCK«

Viele Manuskripte liegen in Schubladen oder auf Festplatten und warten darauf gelesen zu werden. Wenige finden ihren Weg in die Verlage und Buchhandlungen, doch zahllosen andere bleibt dies verwehrt. Doch wir glauben, dass es etliche Autoren gibt, die es zu entdecken lohnt. Deshalb geben wir unter dem Motto »Ohne Druck« zwei Autoren eine Bühne, ihre bisher unveröffentlichten Manuskripte zu präsentieren.

 

Cornelia Ertmer

Geboren im Ruhrgebiet, aufgewachsen im südlichen Münsterland, lebt seit 40 Jahren mit iherer Familie in Ostwestfalen. Immer wieder jedoch zieht es sie jedoch zurück ins Ruhrgebiet. Sie arbeitete als Lehrerin und ist aktives Mitglied des LIteraturRaums e.V. in Dortmund. Bisher veröffentlichte sie Erzählungen und andere literarische Texte in Anthologien und Zeitschriften.

In ihren Texten beschäftigt sie sich vor allem mit den Schicksalen von Menschen in ihrem alltäglichen Umfeld, den scheinbar unbedeutenden Ereignissen, die das Potenzial von Katastrophen in sich tragen. Sie greift dabei politische und gesellschaftliche Themen ebenso auf wie historische Ereignisse, deren Auswirkungen bis in die Gegenwart reichen.


Die 50er Jahre als Zeit des Neuanfangs. Die Schrecken des Krieges verblassen, das Wirtschaftswunder blüht. Alle haben Arbeit.

Eine paradiesische Zeit für die Kinder, die in diesen Aufbaujahren geboren werden und aufwachsen?

Die Verdrängung der Nazivergangenheit, der damit einhergehende Rückzug ins Private, die Konzentration auf die Familie als Kern der Gesellschaft, die unangefochtene Macht der Kirchen als moralische Instanz, das Bedürfnis nach einer heilen Welt bereiteten nach 1945 den Nährboden für Lüge, Heuchelei, Unterdrückung, Demütigung und Tabuisierung von allem, was nicht zum schönen Schein der Wirtschaftswundergesellschaft passte. In diesem Spannungsfeld zwischen Geboten, Verboten, Tabus und Heuchelei können sich Kinder leicht verlieren.

Wer sind wir? Woher kommen wir? Was hat uns geprägt? Diese alten und doch immer wieder neuen Fragen greifen die Geschichten auf. Sie werden erzählt aus der Perspektive eines Kindes und werfen ein besonderes Licht auf die nur vermeintlich weit zurückliegende Zeit der 50er Jahre, deren Wirkung bis heute spürbar sind. Durch den naiven, unverstellten Blick des Kindes wird der Leser in dessen Erleben hineingezogen und spürt die Kraft, sich gegen die Welt der Erwachsenen zu behaupten und zu sich selbst zu finden.

 

Klaus Hachenberg

Aufgewachsen in Lippstadt, absolvierte er ein Grundstudium der Germanistik, Philosophie und Theologie. Nach seinem Zivildienst in Bethel, studierte er Medizin in Münster und arbeitete anschließend in der ganzen Welt - Minden, Lemgo, Lübbecke, Bad Salzuflen, Bad Oeynhausen. Seit 1998 ist er als Facharzt für Neurologie und Psychiatrie mit eigener Praxis in Gütersloh niedergelassen. 

 

Seine erste Kurzgeschichte entstand im Rahmen des Krimiwettbewerbs des Literaturvereins. Angeregt durch die Lektüre eines "schlechten" Krimis begann er mit der Konzeption eines eigenen Plots und verfasste zahlreiche Erzählungen. Er ist aktives Mitglied in Schreibwerkstätten und Autorenkreisen.


 

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Lesestadt Gütersloh statt.

Mittwoch, 07. November 2018, 19 Uhr
Buchhandlung Markus
Münsterstraße 9
33330 Gütersloh
Tickets in der Buchhandlung Markus
Vorverkauf fünf Euro, Abendkasse sechs Euro

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© wetterdienst.de

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